Beim Personal Branding haben Frauen noch Aufholbedarf. Netzwerkerin Christiane Wolff.
Beim Personal Branding haben Frauen noch Aufholbedarf. Netzwerkerin Christiane Wolff. © Foto:Unternehmen

Christiane Wolff | | von Irmela Schwab

Netzwerken kann jeder - jetzt muss Personal Branding auf die Agenda

Regina Halmich pflegt ihre Kontakte über Facebook. Persönlich. Das hat Netzwerkerin Christiane Wolff, Leiterin Kommunikation bei Serviceplan, überrascht. Auf dem W&V Women Business Summit hat sie sich umgehört, wie andere Frauen netzwerken - und damit für ihr Personal Branding sorgen.

Wie hart der Weg an die Spitze war, davon erzählte Regina Halmich in ihrer Keynote am W&V Women Business Summit. Geschickte Eigenvermarktung hat ihr  Rückenwind verschafft und geholfen, sich in einer männerdominierten Sportwelt durchzusetzen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit aller stand sie aber erst, nachdem sie Show-Master Stefan Raab das Nasenbein gebrochen hat. Die Anekdote hat auf der Konferenz für Lacher gesorgt.

Personal Branding kann natürlich auch anders funktionieren. Allerdings muss man auch im Marketing-Business hart dafür arbeiten. In den Pausen der Veranstaltung und beim Speed-Dating von Miles & More habe ich herausfinden wollen, wie die Teilnehmerinnen dabei vorgehen. 

Am häufigsten genannt wurde von den Teilnehmerinnen das persönliche Kontakte knüpfen auf Veranstaltungen wie beim Women Business Summit. Wichtig sind aber eigene Stammtischen, der Marketing Club und andere berufliche Netzwerke. „Immer dann, wenn ich auf neue Menschen treffe, stelle ich mich vor mit meinem Job, meinen Kompetenzen und meinen Zielen“, erklärt Heike Riedel, DAT Vermögensmanagement.

Neben den beruflichen Events werden aber zunehmend auch private Treffen genutzt, Jobthemen und Freizeit scheinen sich nicht auszuschließen. Im Gegenteil. Christine Kistler, Daikin Airconditioning Germany, sagt: „Ich netzwerke auch beim Weihnachtsessen mit Freunden. Ich nutze einfach jede Gelegenheit, egal ob privat oder geschäftlich.“ Und Xing, LinkedIn und Facebook sind die Basis für jegliches Netzwerken. Diese sozialen Medien nutzen heute alle zum Netzwerken. Super!

Beim Personal Branding sieht es jedoch noch mau aus. „Ganz schlecht!“, „Zurückhaltend!“, „Interessante Frage!“ oder einfach ein klares “Nein”:  Eigen-PR machen die wenigsten der Teilnehmerinnen. Anke Rippert von der Zeitschrift “Emotion”, ist schon einen Schritt weiter: Sie positioniert sich über das eigene Magazin und über die sozialen Medien. Barbara Lutz, Frauen-Karriere-Index und Referentin beim Summit, macht ebenfalls viel PR für sich. “Ich bin als Speakerin auf der Bühne, beantworte Anfragen, habe eine eigene Website und bin in den sozialen Medien präsent.“ Wie man beim Personal Branding dabei vorgehen muss, bringt Regine Rott, Sthree, auf den Punkt: „Zuerst habe ich meine Eigenmarke definiert, die nächsten Schritte sind dann eigentlich ganz einfach.“ 

Mein Fazit: Beim Netzwerken kann man den Teilnehmerinnen nicht mehr viel vormachen, aber bei der Eigen-PR bedarf es noch den ein oder anderen Anstupser. Es muss ja nicht gleich eine gebrochene Nase zum Ergebnis haben!

Mehr zum W&V Women Business Summit lesen Sie hier.

Netzwerken kann jeder - jetzt muss Personal Branding auf die Agenda

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!